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Die Böhsen Onkelz. Sagt der Name schon alles über die Band aus??? Nein, wohl nicht. Die Band wurde 1980 gegründet. Den Namen erhielten sie von kleinen Kindern, die die Bandmitglieder als die „Böhsen Onkelz“ bezeichneten. Anfang der 80 er kam die Skinwelle von England nach Deutschland herübergeschwappt. Wer „in“ war, der war Skinhead. Die Skinheadbewegung wurde zu der Zeit noch nicht von politischen Zügen geprägt. Als die Politisierung in der Skinheadszene begann wandten sich die Frankfurter Jungs von der Szene ab. Den heftig kritisierten Titel „Türken raus“ (auch als „für Mustafa“ bekannt) entstand aus Schlägereien mit türkischen Mitbürgern, auf die die Onkelz Wut nach ihren „Bekanntschaften“ hatten. Nachdem sich die Onkelz der Skinheadszene wegen der Politisierung abgewandt hatten gingen sie zur Punkszene über bis die Politisierung auch da einsetzte. Von da an waren sie weder Punk noch Skin, und legen bis heute noch größten Wert auf ihre unpolitische Einstellung. Sie sind gegen Gewalt, egal ob von rechts oder von links. Die Böhsen Onkelz lernten aus ihren Fehlern, was in der Öffentlichkeit nicht akzeptiert wurde. Viele bekannte Deutsche sagten ihre Meinung in den Medien ohne über Hintergründe etc. informiert gewesen zu sein. Herbert Grönemeyer nannte es Etikettenschwindel, Campino meinte, die Onkelz hätten sich nie eindeutig von ihrer Vergangenheit distanziert und jüngst machte MTV ein Fernsehbericht über die Onkelz, in denen sie nur negative Seiten der Band darlegten, die Fangemeinde der Onkelz in den Dreck zogen und damit die Band schwer verärgerten. 2002 bekam MTV die Quittung mit dem Song „Keine Amnestie für MTV“ (Kein Straferlass für MTV). MTV nahm es mehr oder weniger gelassen und drehte noch einen Videoclip aus Zusammenschnitten mehrere Popvideos. Die Onkelz haben sich sowahl musikalisch als auch geistig weiterentwickelt, was man auch in den Texten der aktuellen CD „Dopamin“ hören kann. Live ist die Band nach wie vor einzigartig. Ausverkaufte Konzerthallen ohne Werbung!!!
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